Industrie 4.0 und Digitalisierung bewegen unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Nie zuvor haben wir uns in einem so rasanten Wandel befunden. Neue Technologien verändern die Art wie wir arbeiten, lassen traditionelle Berufsbilder wegfallen und neue entstehen. Auch die Anforderungen der Arbeitswelt an Arbeitnehmer werden sich ändern. Vor allem für Studenten, die am Anfang ihrer Karrierelaufbahn stehen, ist es wichtig für den Wandel gewappnet in die Zukunft zu starten.

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So golden ist die Zukunft

Im Rahmen des dritten Puls-Checks von Campusjäger wurden 1000 Studenten nach unserer zukünftigen Arbeitsweise im Kontext von Industrie 4.0 und Digitalisierung befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studenten ihrer Zukunft optimistisch entgegenblicken. Mehr als zwei Drittel aller Befragten rechnen sich künftig gute Karrierechancen aus.

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Mit diesen Änderungen rechnen Studenten

Für fast alle befragten Studenten steht fest, dass sich vieles in der Arbeitswelt der Zukunft verändern wird. Nur ein Prozent der Teilnehmer glaubt, dass der künftige Arbeitsmarkt keinen großen Veränderungen unterliegen wird. Eine Veränderung des täglichen Arbeitsumfeldes, vereinfachte Arbeitsabläufe, die gläserne Gesellschaft und totale Globalisierung sieht die Mehrheit der Studenten als wahrscheinlicher an.

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Arbeiten 4.0 ist enorm flexibel

Arbeiten zu jeder Tageszeit und beinahe von jedem Ort – die Digitalisierung des Arbeitsplatzes ist in vollem Gange. Knapp 79 Prozent der deutschen Beschäftigten sind im Beruf auf Internet und Handy angewiesen. Durch die Möglichkeit digital zu kommunizieren, arbeiten wir bereits heute mit Kollegen und Geschäftspartnern aus aller Welt zusammen. Flexible Strukturen prägen unser tägliches Arbeitsumfeld. Arbeitsformen wie Selbstständigkeit, Home-Office und Co-working-Spaces, also gemeinschaftlich mietbare Büroplätze, rücken geistige, nicht räumliche Zusammenarbeit, in den Fokus der künftigen Arbeit. Auch die Mehrheit der befragten Studenten ist sicher, dass sich unser tägliches Arbeitsumfeld verändern und von uns enorm viel Flexibilität fordern wird.

Mit Maschinen konkurrieren

Erstaunlich ist, dass sich lediglich 7 Prozent der Puls-Check-Teilnehmer Sorgen über eine höhere Arbeitslosenquote in der Zukunft machen. Auch eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht nicht davon aus, dass Roboter den Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängen. Zwar sollen bis zum Jahr 2025 knapp 1,5 Millionen Arbeitsplätze wegfallen, jedoch werden Industrie 4.0 und Digitalisierung laut Studie rund 1,5 Millionen neue Jobs entstehen lassen.

Berufe mit Aussicht

Gute Karrierechancen werden auf dem künftigen Arbeitsmarkt vor allem Berufsbilder haben, deren Anforderungsprofil an die Grenzen der Fähigkeiten von Maschinen stoßen.

Laut der Prognose der Wissenschaftler Carl Benedict Frey und Michael Osbourne, die eine Studie darüber erstellt haben, mit welcher Wahrscheinlichkeit unterschiedliche Berufe künftig automatisiert werden können, gelten neben kreativen Berufen, wie Schriftsteller oder Schauspieler, vor allem soziale und wissenschaftliche Tätigkeiten als nicht-automatisierbar.

Auch Fachkräfte mit IT-Bezug werden sich nicht so leicht durch künstliche Intelligenz ersetzen lassen. Denn selbst die intelligenteste Maschine muss entworfen, programmiert und gewartet werden. Der Mensch wird also auch in der vernetzten Fabrik seinen Platz haben, die Tätigkeitsprofile der Berufe werden sich jedoch verändern. Gefragt sind Mitarbeiter, die die Vernetzung von Maschinen in allen Prozessen verstehen und steuern können. Deshalb ist es wichtig als Arbeitnehmer Kenntnisse über die eigene Fachdisziplin hinaus zu besitzen.

Wen es interessiert, ob sein Job in der morgigen Arbeitswelt bestehen bleibt, kann mit Hilfe des ARD-Futuromats einen Blick in die Zukunft werfen.

Top-Fähigkeiten der Zukunft

Digitalisierung und Industrie 4.0 erfordern auch in Berufen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit Technik zu tun haben, ein tiefgreifendes technisches Verständnis. Die Vernetzung einzelner Branchen verlangt von Arbeitnehmern ein umfassende Kenntnisse der Prozesse im Unternehmen. Auch die Mehrheit der Teilnehmer des Puls-Checks glaubt: In Zukunft werden vor allem Technik-und Informatik-Kenntnisse die wichtigste Fähigkeit in unserem Kompetenzprofil sein.

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Soft-Skills im Fokus

Der technologische Wandel verändert ständig bestehende Berufsbilder und bringt neue hervor. Wer hat schon vor zehn Jahren von Berufen wie Data Scientist oder Roboter-Programmierer gehört?

In so einem rasanten Wandel zu arbeiten verlangt von uns schnell  auf Veränderungen reagieren zu können und sich selbstständig neue fachliche Kenntnisse anzueignen. Lebenslanges Lernen ist das Stichwort der Arbeitswelt 4.0. Wirtschaft und Gesellschaft drängen nach vorn, wer sich auf  seinem bisherigen Wissen ausruht, bleibt auf der Stelle stehen.

Sich selbstständig Wissen anzueignen, verlangt von uns Motivation und Leistungsbereitschaft. Auch für die befragten Studenten steht Leistungsbereitschaft an oberer Stelle in unserem künftigen Kompetenzprofil.

Je stärker die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, desto wichtiger sind Selbstmanagement und eine eigenverantwortliche Arbeitsweise. Die Arbeitswelt 4.0 lässt und so flexibel wie noch nie arbeiten, deswegen ist es wichtig, Aufgaben strukturiert planen und managen zu können.

Richtig reagieren

Den Wandel nicht zu verschlafen, sondern Chancen zu erkennen und zu nutzen, ist das Rezept für den beruflichen Erfolg der Zukunft. Die Mehrheit aller Befragten, ganze 43 Prozent, wollen sich künftig innerhalb ihres Kompetenzbereichs weiterbilden, um ihre Karriere zu sichern. Einen Branchen-Wechsel zum Erhalt einer Arbeitsstelle während der voranschreitenden Digitalisierung, also eines der drastischsten Maßnahmen, befürchten allerdings nur die Minderheit der Studenten. Den größten Anteil belegen hier die Geisteswissenschaftler mit 8 Prozent, den niedrigsten die Rechtswissenschaftler mit 2 Prozent.

Up-to-date bleiben

Wichtig, ist ein wacher Blick nach vorne, um die Entwicklungen in unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu erkennen und für sich nutzbar zu machen.

Genau das sieht auch die Mehrheit der Befragten des Puls-Checks als zweitwichtigste Reaktion auf Industrie 4.0 und Digitalisierung.

Wer als Student nicht nur Informationen einholen, sondern auch Wissen austauschen und sich Praxiserfahrung aneignen möchte, ist in studentisch organisierten Hochschulgruppen zu diesem Thema gut aufgehoben. Studenten wird die Möglichkeit geboten, angelerntes Wissen mit aktuellen Entwicklungen der Industrie zu verbinden und zu erweitern.